Sommer-Traum

Über diesen Hochsommer habe ich vier Badeseen der Region Rhein-Neckar in Reportagen vorgestellt. Jeder der Vier hat seinen eignen Charakter und ich durfte schöne Momente und Stimmungen an ihren Ufern erleben. Leider reicht der Platz nicht um allen Menschen und Motiven, die dort meinen Weg kreuzten, gerecht zu werden. Für einen kurzen Einblick in diese heißen Tage habe ich die Bilder den leicht verblichenen Aufnahmen angepasst, die mir kürzlich in Fotoalben meiner Eltern begegneten. Diese Bildbearbeitung steht für die Vergänglichkeit des Sommers in dem die Tage, die sich zum Baden eignen, rar sind. Gerade klettert das Thermometer noch gegen 30 Grad - ein Abschiedshoch? Denn schon mehren sich die bunten Blätter am Tulpenbaum hinterm Haus.

Konkurrenz für Italien: Die Blaue Adria bei Altrip in Rheinland-Pfalz

Die Erwartungen sind schon wegen dem Namen hoch: Als das Ödland des durch Kiesabbau entstandenen Badesees in den 1950er Jahren in ein Naherholungsgebiet verwandelt wurde, entstand der klangvolle Name „Blaue Adria“ nach dem damaligen Trend, die Ferien an der italienischen Adriaküste zu verbringen. Dass dies nicht unbedingt nötig ist, lässt sich im Selbstversuch testen. In grüner Umrahmung neben sanft plätscherndem Wasser ist die Erholung nah - weit weg von der blauen Adria Italiens.
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Gummitiere willkommen: Am Waidsee nahe Weinheim

Wasserbälle, Schlauchboote, Gummitiere farbig und in allen erdenklichen Ausführungen und dann eine Schlange. „Toll, dass da eine Schlange auf der Wiese liegt!“ hört Betriebsleiter Andreas Benz jemanden sagen, geht der Bemerkung nach und findet eine echte Python. Sie gehört allerdings nicht zum Freizeitangebot des Waidsees der Stadt Weinheim, sondern wird samt ihrem Besitzer vom Gelände verwiesen.
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Übers Wasser gleiten: Auf dem Rheinauer See in Mannheim-Rheinau

Mit einem energischen Satz startet die Wakeboarderin vom Ufersteg in den See. Der Sport funktioniert nach dem Prinzip des Wasserskilaufens. Den Zug der rund 800 Meter langen Seilbahn nutzt sie kreativ durch weite Schwünge, Tricks mit dem Board oder über eines der installierten Hindernisse springend. Zurück am Steg treffen sich Gleichgesinnte - hier gibt es Tipps, dort erzählt man sich einfach wie herrlich die Wassertropfen im Abendlicht funkeln.
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Zum Schwimmen und Ruhen: Am Hohwiesensee nahe Ketsch

Über dem anderen Ende des Sees geht die Sonne unter, orangene Wolkenstreifen spiegeln sich im Wasser. Die Gänse, die sich tagsüber am See ausgeruht haben, fliegen V-förmig aufgereiht in den bunten Himmel. Außer Vogelstimmen ist kein Laut zu hören. Tagsüber sind Badegäste auf dem rund 200 Meter langen, baumbestandenen Wiesenufer am südlichen Zipfel des Sees. Doch selbst diese scheinen vor allem Ruhe zu suchen, verharren bewegungslos auf ihren Matten und Liegen. Es sind meist Stammgäste aus der Region, der Seebesuch ist von einigen wöchentlich an festen Tagen eingeplant. Obwohl der Hohwiesensee sonst nur von Wochenendhäusern eingerahmt wird, wirken die Ufer grün. In unmittelbarer Nachbarschaft sind Altrhein und das Naturschutzgebiet Rheininsel. So lassen sich in dem durch Kiesaushub entstandenen See auch seltene Wasservögel beobachten, in Ufernähe schaukeln die großen, bunten Blüten der Seerosen auf dem Wasser.
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