Streifzug durch San Diego
Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 18:10 Uhr
Ein abendlicher Streifzug führte mich im East Village San Diegos zu markanten Bauwerken, die für Architekturfotos wie geschaffen sind. Die neu gebaute Hängebrücke, die an einem „großen, schiefen Nagel“ hängt, führt über die Bahnlinie und den verkehrsreichen Harbor Drive an die San Diego Bay. Im Hintergrund ist das Gebäude zu sehen, unter dem sich die Blue Line und die Orange Line der Red Trolley Bahn (12th & Imperial Transit Center) treffen. Ich habe es noch separat in Schwarzweiß aufgenommen. Der Abend war so klar, dass man selbst die weit im Osten liegenden Berge erkennen kann. Auf dem Rückweg fiel mir „The Corner“ an der J Street Ecke Tenth Avenue auf. Die vielen, sich bewegenden Menschen und Fahrzeuge sind auf der Langzeitbelichtung nicht abgebildet, die Szene wirkt beinahe verlassen. Zuerst habe ich es in Farbe entwickelt, was bei den vielen Lichtern einen starken Effekt hatte, mich dann aber doch für Schwarzweiß entschieden.
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Architekturfotos vom Raumschiff
Freitag, den 21. Januar 2011 um 21:00 Uhr
Die Bibliothek der University of California in San Diego ist nicht nur das architektonisch auffälligste Gebäude des Campus - und wahrscheinlich der ganzen Stadt! Sie ist auch im Logo der Uni dargestellt. Einige sind der Meinung, dass die Geisel Library einem Raumschiff ähnelt, und der luftige Standort über dem Tal, auf hohen Säulen thronend, liefert den Rahmen zu diesem Bild. Vom Architekten William Pereira in den späten 60er Jahren entworfen, ist der rund 35 Meter hohe Komplex Schaustück des Brutalismus-Architekturstils, charakteristisch durch sein rein geometrisches Erscheinungsbild und den nackten, ungeschönten Beton. In diversen Filmen, TV-Serien, Werbespots oder Romanen spielt die Geisel Library eine Rolle - meist geht es dabei um Science-Fiction. Kein Wunder, diese moderne Hütte der Baba Jaga wirkt ziemlich außerirdisch.
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Spuk an der Themse
Sonntag, den 21. November 2010 um 12:14 Uhr

Anfang November untersuchte ich in und um London die Touristenmagneten Tower of London und Hampton Court auf ihr Spuk-Potential. Es könnte für Touristen ja auch mal interessant sein, die alten Gemäuer im Dunkeln zu besuchen und eventuell einem Geist zu begenen - sich aber auf jeden Fall wohlig zu gruseln. Im Dunkeln wirkt Hampton Court Palace, 20 Kilometer südwestlich vor London, düster und entvölkert. Dicke Mauern, in den Nachthimmel aufragende Türme, Gänge und Torbögen voller Schatten entfalten dann eine Aura, die von Fantasie beflügelt, vergangene Zeiten beschwört. Mit Vorstellungskraft ist der Gänsehautfaktor einer Nacht-Tour im Tudor-Palast aus dem 16. Jahrhundert also nicht schlecht. Geister habe ich keine gesehen, die geplante Foto-Session mit ihnen musste daher ausfallen.
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